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Akku-Kettensäge Vergleich 2018

Die besten Akku-Kettensäge im Überblick.

TÜV Süd

So finden Sie das richtige Produkt in unserem Akku-Kettensäge Vergleich 2018

  • Akku-Kettensägen sind im Einsatz so flexibel wie die (ebenfalls kabellosen) Benzin-Kettensägen und so leise und umweltfreundlich wie Elektro-Kettensägen. Wer keine allzu dicken, harten Hölzer sägen muss, ist mit einem Akkugerät gut bedient.
  • Begrenzt ist ihr Einsatz durch die Kapazität des Akkus. Reicht diese nicht aus, sollte ein größerer Akku oder Zweitakku desselben Herstellers für die Akku-Motorsäge erworben werden.
  • Machen Sie sich unbedingt mit den umfangreichen Sicherheitshinweisen vertraut. Wir empfehlen zudem die Teilnahme an einem Crashkurs. Kettensägen verursachen bei unsachgemäßem Gebrauch schwere Verletzungen!

Kettensäge TestDer Bedarf an Elektrowerkzeugen und damit natürlich auch Kettensägen ist im Gartenland Deutschland ungebrochen hoch, weswegen sich Branchen-Riesen wie Stihl seit Jahren über steigende Umsätze freuen (bei dieser Marke allein über 3 Mrd. Euro jährlich).

Wer beim Brennholz Geld sparen möchte und sein Holz lieber direkt an der Quelle holt, kommt um eine Kettensäge nicht herum. Wir stellen Ihnen in unserem Akku-Kettensägen-Vergleich 2018 die besten kabellosen Elektrosägen vor.

1. Funktion

1.1. Schwert und Kette

Oregon Schwert Kettensäge
Das Schwert der Kettensäge leistet die eigentliche Arbeit. Auf ihm ist die Sägekette aufgewickelt.

Hauptbestandteil der Akku-Kettensäge ist das sogenannte Schwert. Es ragt vorn aus dem Gehäuse und ist zwischen 20 und 40 cm lang. Die tatsächliche Schnittlänge liegt immer ein paar Zentimeter darunter, da die Spitze des Schwerts das Holz aus Sicherheitsgründen nicht berühren darf. Behalten Sie dies im Kopf, wenn Sie eine Akku-Kettensäge kaufen, denn manche Händler verwechseln die beiden angaben.

Schwert und Sägekette sind immer im Lieferumfang enthalten, können aber im Bedarfsfall nachgekauft werden. Die meisten Ketten haben eine Zahnteilung von 3/8 Zoll und sind dadurch mit anderen Schwertern kompatibel.

Oregon Sägekette für Kettensägen
Achten Sie bei der Sägekette darauf, dass sie nicht zu eng und nicht zu locker auf dem Schwert sitzt.

Die Sägekette wird um das Schwert gewickelt. Hier kommt es auf die richtige Spannung an. Diese ist nicht bei allen Modellen gleich und kann in der Bedienungsanleitung nachgesehen werden. Das Justieren erfolgt heutzutage ohne zusätzliches Werkzeug.

Normalerweise wird ein Abstand von ein bis zwei Zentimtern empfohlen, damit die Kette nicht zu fest anliegt und Beschädigungen verursacht, aber auch nicht zu locker, damit sie nicht herunterrutscht.

Ein wichtiger Faktor ist die Kettengeschwindigkeit. Nur wenn die Kette mit hoher Geschwindigkeit um das Schwert rast, ist ein sauberer Schnitt in hartem, dickem Holz möglich. Leistungsstarke Sägen verwenden in der Regel 36-Volt-Akkus und erreichen Geschwindigkeiten von acht Metern pro Sekunde oder mehr.

Schwächere Akku-Kettensägen mit einem 18-Volt-Akkusystem kommen nur auf um die fünf Meter pro Sekunde und erzielen damit eine geringere Schnittleistung. Für Äste und dünne Stämme reicht das natürlich noch aus, aber das Schwert ist bei diesen Geräten bewusst kurz gehalten. Trotzdem sind diese kleinen Kettensägen nicht per se schlecht und vor allem preiswert.

1.2. Schmierung und Öltank

Liqui Moly Sägekettenöl Akku-Kettensäge
Lassen Sie niemals die Säge trocken laufen. Sorgen Sie dafür, dass sich der Öltank nicht komplett leert und füllen Sie ihn rechtzeitig auf.

Achten Sie zu jedem Zeitpunkt auf eine ausreichende Schmierung der Kette. Diese erfolgt selbst bei günstigen Akku-Kettensägen automatisch: Durch eine kleine Rinne fließt das Öl aus dem Tank zur Kette und benetzt sie tröpfchenweise. Nur in Ausnahmefällen muss die Kette von Hand geölt werden.

Der Tank fasst zumeist zwischen 100 und 200 Millilitern und damit genug für eine "Säge-Session".

An seiner Seite befindet sich ein kleines Sichtfenster aus Plastik. Durch dieses kann der Anwender jederzeit erkennen, wie stark der Füllstand gesunken ist und gegebenenfalls Öl nachfüllen. Nachschub finden Sie für wenig Geld dort, wo es Kettensägen-Zubehör gibt, z.B. im Baumarkt.

Wenn das Schwert der Kettensäge heiß läuft, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass ein Problem mit der Ölung besteht. Überprüfen Sie umgehend den Stand des Öltanks und den Ölfluss auf die Kette.

1.3. Sicherheit

Schutzkleidung für Akku-Kettensäge
Riskieren Sie nichts. Vernünftige Schutzkleidung ist das A und O bei der Arbeit mit Kettensägen.

Dass Kettensägen kein Spielzeug sind, wissen Sie selbst. Dennoch möchten wir an dieser Stelle nochmals auf die Gefahren hinweisen, die von dem Elektrowerkzeug ausgehen, wenn es nicht korrekt bedient wird.

Egal ob Kettensäge mit Akku, Kabel oder Benzinmotor: Wir raten zur Teilnahme an einem Kurs, den einzelne Forstwirte anbieten (oder z. B. auch die Landesforsten). An dessen Ende erhalten Sie einen Motorsägen-Führerschein, welcher auch dazu berechtigt, Bäume im Wald zu fällen – vorausgesetzt natürlich, es wurde dafür gezahlt. Für die Gartenarbeit ist solch ein Kurs zwar nicht vorgeschrieben, aber dennoch jeden Euro wert.

Auch die Schutzkleidung darf nicht vernachlässigt werden
:

  • Schutzbrille
  • Gehörschutz
  • Schnittschutzhose
  • Schutzhandschuhe

Die Fasern der Schnittschutzhose verkanten sich bei Kontakt in der Kettensäge und bringen diese unmittelbar zum Halt, falls sie in das Gewebe eindringt. So werden Ihre Gliedmaßen effektiv gegen schwere Verletzungen geschützt.

Sägen Sie immer mit der Breite des Schwerts. Wird die Spitze aufgesetzt, kann die Akkusäge ruckartig nach oben schleudern, in Richtung Gesicht des Anwenders. Ein wichtiger Sicherheitsmechanismus ist die sogenannte Kettenbremse, welche die Kette in einem solchen Fall schlagartig anhält.

2. Akku-Kettensägen im Vergleich mit anderen Säge-Typen

Kettensägen lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Kettensägen mit Benzinmotor und mit Elektromotor. Unter den Elektro-Sägen gibt es dann nochmal kabelgebundene Sägen sowie Akku-Sägen. Unsere Kaufberatung beschränkt sich auf die moderne Akku-Säge, die anderen Arten stellen wir Ihnen aber ebenfalls hier in Kurzform vor.

Benzin-Kettensäge Elektro-Kettensäge Akku-Kettensäge
Benzin-Kettensäge Dolmar Elektro-Kettensäge Schter Akku-Kettensäge Greenworks Tools
Die Kettensäge mit Benzinmotor ist die stärkste ihrer Art und bewältigt auch dicke Stämme. Der Tank qualifiziert sie zu Einsätzen im tiefsten Wald, fernab jeder Steckdose.

Umweltfreundlich ist die Benzin-Motorsäge allerdings nicht. Geruchsentwicklung und Lautstärke sind erheblich. Zudem muss ein Benzinkanister mitgenommen werden.

Anders als die Benzinsäge versorgt sich die elektrische Kettensäge mit sauberem Strom aus der Steckdose. Sie ist etwas leiser und stinkt nicht, ist aber trotzdem recht stark.

Je größer der Garten, desto länger muss das Verlängerungskabel der Kabeltrommel sein. Im Wald kann ohne Notstromaggregat überhaupt nicht gearbeitet werden.

Die Akku-Kettensäge ist so flexibel wie die Benzin-Motorsäge und gleichzeitig so emissionsarm wie die Elektro-Kettensäge, ohne wie diese an ein lästiges Netzkabel gebunden zu sein.

Leider sind selbst moderne Lithium-Ionen-Akkus nicht stark genug, um an die anderen Sägen heranzureichen. Außerdem ist die Arbeitsdauer begrenzt.

Wer auf besonders hohe Motorleistung und längere Sägearbeiten setzt, wird mit der Akku-Säge nicht glücklich werden. Für den spontanen Einsatz im Garten ist die Kettensäge mit Akku hingegen bestens geeignet.

Holzscheite im Garten durch Akku-Kettensäge

3. Die Sache mit dem Akku

Einhell Akku für Kettensäge
Mit einem nachgekauften, größeren Akku wie diesem 5,2 Ah-Modell von Einhell läuft die Kettensäge fast doppelt so lang wie mit dem mitgelieferten Akku. Bei langen Arbeitseinsätzen lohnt sich der Nachkauf.

Wie sie bereits wissen, sorgt der Akku für maximale Flexibilität auf dem Schlachtfeld. Leider hält er nicht unbegrenzt und selbst die beste Akku-Kettensäge ist nur so gut wie ihr Akku. Die Arbeitsdauer hängt mit der Akku-Kapazität zusammen. Sie wird in Amperestunden (Ah) gemessen.

Die meisten Hersteller legen ihren Sägen einen 3,0 Ah-Akku bei. Das genügt durchaus für eine Viertelstunde harter Arbeit und somit viele Kurzeinsätze im heimischen Garten. Möchten Sie länger sägen, brauchen Sie einen Akku mit größerer Ausdauer. Vier bis fünf Amperestunden machen sich bei der Arbeit schnell positiv bemerkbar.

Alternativ können Sie sich einen Zweitakku beschaffen – ist der erste leer, tauschen Sie die beiden einfach aus. Leider ist die Akkutechnologie noch nicht so weit ausgereift, als dass sie einen Akku komplett aufladen könnten, während der andere bei der Arbeit "geleert" wird.

Großes Plus: Die Akkus lassen sich auch in anderen Akku-Gartengeräten desselben Herstellers einsetzen, z. B. einer Akku-Heckenschere oder einem Akku-Rasenmäher. So sparen Sie sich beim nächsten Elektrowerkzeug den Kauf des teuren Akku-Systems und erwerben einfach nur das Solo-Gerät dieser Marke.

4. Akku-Kettensägen im Test von Stiftung Warentest

Ein expliziter Akku-Kettensägen-Test der Stiftung liegt nicht vor, aber sie hat die Geräte im Rahmen eines allgemeinen Kettensägen-Tests unter die Lupe genommen. Sie empfahl die Maschinen vor allem für Gartenarbeit und Brennholz-Herstellung und lobte den geringen Lärm und Energieverbrauch.

Allerdings wurde ein Benziner und keine Akku-Kettensäge Testsieger. Das liegt schlicht und einfach an der geringen Schnittleistung von Akku-Motorsägen. Benzin-Geräte von Husqvarna, McCulloch und Stihl lagen vorn, bei Black+Decker wurde hingegen die Sicherheit bemängelt. Insgesamt gut bis befriedigend fiel diese bei den Akku-Geräten, darunter die Bosch AKE 30 LI, aus.

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