Vorzüge
- Energieeffizienter Betrieb
- besonders großer Backraum
- Beschleunigtes Heizen
Nachteile
- Etwas laut im Betrieb



Wer umzieht oder die Küche neu einrichten möchte, steht häufig vor der Frage, welche Küchengeräte und welcher Herd zukünftig verwendet werden sollen. Viele Kunden entscheiden sich heutzutage für einen Induktionsherd oder eine Induktionskochplatte, um verschiedene Vorteile zu nutzen.
Möchten Sie einen Induktionsherd kaufen, gibt es einige Aspekte zu beachten. Unter anderem spielen die Abmessungen, die Anzahl der Kochfelder, der jährliche Energieverbrauch und nützliche Funktionen eine wesentliche Rolle. Der Grund dafür, sich für das Gerät eines bestimmten Herstellers zu entscheiden, kann aber auch der gute Service sein, den dieser bietet.
Erste Versuche mithilfe der elektromagnetischen Induktion zu kochen, gab es bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in England. Erst rund 70 Jahre später sollte der erste Induktionsherd durch die Firma Westinghouse aus den USA auf den Markt kommen. Dieser war so teuer, dass er kaum nachgefragt wurde. Seit Ende der 1970er Jahre hat sich der Induktionsherd zunächst in großem Maße in Frankreich durchgesetzt. Ab Mitte der 1980er Jahre wurden in den USA durch das Unternehmen Kenmore Induktionsherde angeboten.
Für den Betrieb eines Induktionherdes wird die elektromagnetische Induktion genutzt, die durch den englischen Naturforscher Michael Faraday bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckt wurde. Faraday versuchte, Magnetismus in elektrischen Strom umzuwandeln, hatte aber erst nach vielen Jahren und zahlreichen Versuchen Erfolg damit. Und zwar verwendete er Kupferdrahtwicklungen, die mit einer Magnetnadel und Polen einer Batterie durch Kupferdraht verbunden waren.

Der Miele-Induktionsherd lässt sich einfach über das Touchfeld bedienen. Sie hat auch eine Sperrfunktion zur Kindersicherung integriert, die ebenfalls vermeidet, dass Sie den Herd ungewollt verstellen.
Dieses Prinzip wirkt heute auch bei einem Induktionskochfeld: Unter einer Platte aus Keramik, meistens Glaskeramik, ist eine Kupferspule angebracht, durch die Wechselstrom fließt. Dieser erzeugt ein magnetisches Wechselfeld, das im Boden eines geeigneten Kochtopfes Wirbelströme erzeugt. Durch diese wiederum werden der Topf und damit die darin enthaltenen Speisen und Flüssigkeiten erhitzt. Wenn kein Topf auf dem Herd steht, kann auch kein magnetisches Wechselfeld entstehen. Das führt dazu, dass die Kochplatte nach dem Entfernen eines Topfes sofort wieder kalt ist.

Der Miele-Induktionsherd ist in Kombination mit einem Backofen erhältlich. Dieser lässt sich über die Drehregler einstellen.
| Aspekt für den Kauf | Beschreibung |
|---|---|
| Energieeffizienzklasse | Die aktuellen Induktionsherde sind allesamt sehr energiesparend und daher meistens in der Energieeffizienzklasse A angesiedelt. |
| Anzahl der Kochfelder | Von der Einzelplatte bis zu sechs Kochzonen kann die Anzahl der Felder je nach Typ des Induktionsherdes variieren. Je mehr Kochplatten das Gerät hat, umso mehr Töpfe können gleichzeitig erwärmt werden. Kochen Sie oft große Menüs, wählen Sie daher einen Induktionsherd mit vielen Platten. |
| Art und Fassungsvermögen des Backofens | Bei Einbauherden und freistehenden Induktionsherden ist oft ein Backofen integriert. Das Innenraumvolumen variiert meistens zwischen 58 und 74 Litern. Praktisch ist ein Backofen mit Selbstreinigung. Auch eine zusätzliche Grillfunktion und eine herausnehmbare Tür sind angenehm. |
| Abmessungen | Es gibt Induktionsherde und Induktionskochfelder mit unterschiedlichen Abmessungen. Üblich sind Nischenmaße zwischen 56 und 80 Zentimetern, sodass es für jede Küche das passende Modell gibt. |
| Nützliche Features | Durch bestimmte Features kann der Nutzungskomfort erhöht werden. Dazu gehören zum Beispiel versenkbare Drehknebel, eine zusätzliche Auftaustufe, eine Backofentür aus Glas, variable Kochfelder. Ein Induktionsherd mit Timerfunktion ist praktisch, wenn Speisen zu festen Zeiten aufgewärmt oder gekocht werden sollen. Neuerdings sind im Handel zudem Induktionskochfelder mit integriertem Dunstabzug erhältlich, sodass der Dunst direkt dort abzieht, wo er entsteht. |
Achtung: Wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) festgestellt hat, besteht bei sachgemäßer Nutzung eines Induktionsherdes mit geeignetem Kochgeschirr keine Gefahr für die Gesundheit durch elektromagnetische Strahlung. Zur richtigen Nutzung gehört auch das fachgerechte Anschließen des Herdes, das auf jeden Fall durch einen Fachmann durchgeführt werden sollte. Das BfS weist jedoch darauf hin, dass sich Träger von Herzschrittmachern vor dem Kauf eines Induktionsherdes mit ihrem Arzt beraten sollten. Die Funktion des Herzschrittmachers kann unter Umständen durch Magnetfelder in der Nähe des Herdes beeinträchtigt werden.

Der Miele-Induktionsherd zeigt Ihnen die Uhrzeit an. Gerade, wenn Sie schnell kochen müssen, kann das sehr hilfreich sein.
Die meisten Hersteller von Haushaltsgroßgeräten produzieren inzwischen auch Induktionsherde, sodass Kunden die Auswahl zwischen vielen Modellen und Marken haben. Die wichtigsten Produzenten sind derzeit:
Speisen werden auf einem Induktionsherd schneller gar.Wie bei jeder Art gibt es auch bei den Induktionsherden verschiedene Typen. Im Induktionsherd-Test muss daher zunächst eingegrenzt werden, welcher Typ beziehungsweise Kategorie von Herd für die eigene Küche benötigt wird. Der beste Induktionsherd erfüllt seinen Zweck nicht, wenn er nicht in den Raum und zur restlichen Einrichtung passt.
| Bauart | Beschreibung |
|---|---|
| Einbauherd
| Der Induktionsherd zum Einbauen wird in einen dafür vorgesehenen Schrank oder die Arbeitsplatte einer Einbauküche eingesetzt. |
| Standherd
| Der freistehende Induktionsherd kann im Vergleich zum Einbauherd an einem beliebigen Platz aufgestellt werden. Er eignet sich gut für eine große Küche und verfügt meistens auch über einen Backofen. |
| Induktionskochplatte
| Eine autarke Induktionskochplatte ist sehr kompakt und eignet sich daher für die Nutzung in kleinen Küchen, im Wochenendhaus oder für Camper. Solche Geräte sind auch mit einer Einzelplatte oder nur zwei Kochplatten erhältlich. |
Für einen Induktionsherd werden Töpfe mit ferromagnetischem Boden benötigt.Um auf einem Induktionsherd kochen und braten zu können, benötigen Sie Töpfe und Pfannen, in die das elektromagnetische Wechselfeld geleitet werden kann, damit ein Widerstand aufgebaut wird und sich Strom in Wärme umwandeln kann. Am besten wählen Sie dafür einen Topf, eine Pfanne oder ein Induktions-Kochset, das aus ferromagnetischen Materialien wie Nickel, Eisen oder Stahl besteht. Ein Induktions-Kochset erhalten Sie in vielen Online-Shops wie Bosch Home, Amazon oder MediaMarkt. Es gibt hier beispielsweise Angebote von WMF, Silit, Kärcher und Style’n Cook.
Tipp: Es gibt inzwischen auf dem Haushaltsmarkt Töpfe und Pfannen mit einem Boden, der für jedes Kochfeld geeignet ist. Kochgeschirr mit so einem Topfboden ist meistens mit dem Begriff Allherdboden versehen. Der Topfboden muss auf jeden Fall eben sein. Außerdem sollte das Kochgeschirr für die gewählte Kochplatte nicht zu klein sein.
Die Stiftung Warentest hat im Rahmen eines Kochfelder-Tests auch Induktionsherde einem Test unterzogen. Insgesamt wurden zehn Induktionskochfelder geprüft. Insbesondere konnten Geräte von Bosch und Siemens im Herd-mit- Induktionskochfeld-Test punkten. Der T54T86N2 von Neff sticht durch die große Anzahl von Induktionskochfeldern hervor. Gleich fünf Kochstellen bietet das Gerät. Mit einem Preis von rund 650 Euro ist dies ein günstiger Induktionsherd.
Einen klaren Induktionsherd-Testsieger benennt die Stiftung Warentest nicht. Die ersten beiden Plätze teilen sich der Bosch PIB645B17E und der Siemens EH645BB17. Wenn Sie einen Induktionsherd kaufen möchten, lohnt es sich jedoch, nicht nur auf den Induktionskochfeld-Test zu schauen, sondern sich auch aktuelle Modelle des Jahres 2025 anzuschauen. Technische Geräte erfahren schließlich regelmäßig eine Verbesserung bezüglich der Sicherheit, des Energieverbrauchs und der Finessen der Technik.
Ein Induktionsherd sollte nur mit weichem Lappen und sanften Reinigungsmitteln gesäubert werden.Da sich die Kochplatten eines Induktionsherdes während des Kochvorgangs kaum erhitzen und hinterher sofort kalt sind, kann nichts in sie einbrennen. Die Reinigung ist daher sehr einfach. Meistens reicht es aus, Spritzer oder Übergelaufenes mit einem feuchten Tuch abzuwischen.
Grobe Verunreinigungen lassen sich mit einem Ceranfeldschaber beseitigen, denn zum Ceranherd ist der Unterschied oft gering. Bei vielen Induktionsherden bestehen die Kochzonen ebenfalls aus Ceran. Scheuermittel, die harte Seite eines Putzschwammes oder Stahlwolle dürfen für die Reinigung nicht verwendet werden, weil sie die Oberfläche durch Kratzer verunzieren können.
» Mehr InformationenZwar raten im Internet manche Nutzer dazu, Backpapier, Krepp oder sogar Zeitungspapier zwischen den Topf und das Induktionskochfeld zu legen, um sich die Reinigung hinterher zu ersparen, aber Experten meinen dazu: Finger weg. Auch wenn die Kochplatte an sich nicht heiß wird, kann es zu einem Brand durch Fett kommen.
» Mehr InformationenMöchten Sie auf einem Induktionsherd Wasser erhitzen, können Sie das in jedem geeigneten Topf tun. Es gibt auch spezielle Wasserkessel mit ferromagnetischem Boden, die extra dafür gedacht sind. Eineinhalb Liter Wasser kochen auf einem Induktionskochfeld innerhalb von maximal sieben Minuten. Hat das Gerät einen Booster, ist die Kochtemperatur von 90 Grad oftmals schon nach rund vier Minuten erreicht.
» Mehr InformationenIn Zusammenhang mit dem Kauf und der Verwendung von Induktionsherden werden immer wieder Bedenken, hinsichtlich der elektromagnetischen Strahlung geäußert, die bei der Arbeit mit dem Herd entsteht. Die Angst der Menschen, durch das Kochen mit dem Induktionsherd sich ernsthaften, gesundheitlichen Risiken auszusetzen, hält das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) für unbegründet.
Bei den Herden werden die jeweiligen Vorgaben eingehalten, dass die Bestrahlung für den Verbraucher im gesetzlich legitimen Rahmen bleibt. Jedoch müssen Menschen mit einem Herzschrittmacher oder anderweitig Kranke vorsichtig sein, wenn es um die Verwendung eines Induktionskochfeldes geht. Dazu hat die WHO ein entsprechendes Statement herausgegeben. Den betroffenen Personen wir die Rücksprache mit ihrem Arzt empfohlen.
» Mehr InformationenEin Induktionsherd hat den Vorteil, dass er die Hitze sofort generiert. Dadurch sparen Sie besonders viel Zeit beim Kochen ein. Gleichzeitig verbrauchen Induktionsherde rund 30 Prozent weniger Energie, als dies bei anderen Herd-Varianten der Fall ist.
» Mehr InformationenDas Induktionskochfeld erhitzt Wasser deutlich schneller, als es bei einem Cerankochfeld der Fall ist. Gleichzeitig können Sie bei einem Induktionskochfeld die Temperatur bis auf das Grad-Celsius genau einstellen. Dadurch sparen Sie deutlich mehr Energie ein.
Allerdings sind Induktionskochfelder meistens deutlich teurer als Cerankochfelder. Auch können Cerankochfelder von Personen genutzt werden, die zum Beispiel ein Herzschrittmacher haben. Bei einem Induktionskochfeld ist dies nicht der Fall.
» Mehr InformationenIn diesem Video gehen wir auf die negativen Auswirkungen von Induktionsherden ein. Erfahrt, welche gesundheitlichen Risiken mit ihrer Nutzung verbunden sind und wie sie sich auf die Umwelt auswirken. Außerdem geben wir Tipps und Alternativen, um diese Probleme zu minimieren. Seid gespannt auf spannende Fakten und wichtige Informationen rund um das Thema Induktionsherd!
Platzierung | Produktname | Bewertung | Fassungsvermögen Backofen | Vorzüge | Kosten | Verfügbar: |
|---|---|---|---|---|---|---|
Position 1 | Autarkes Herdset SET8017IH592FZ von KKT Kolbe | sehr gut | 72 l | Energieeffizienter Betrieb | ca. 664 € | |
Position 2 | HEKO 466 Hydro von Bauknecht | sehr gut | 65 l | Hydrolyse-gestützte Säuberung | ca. 549 € | |
Position 3 | Standherd GEIT 5C60BPG von Gorenje | sehr gut | 70 l | besonders großer Backraum | ca. 634 € | |
Position 4 | HND411LS65 von Bosch | sehr gut | 71 l | Helle LED-Anzeige | ca. 801 € | |
Position 5 | GEIT5C61SPG von Gorenje | sehr gut | 70 l | besonders großer Backraum | ca. 599 € |
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